Quelle:Goslarsche Zeitung Autor: Herr Breutel


22 Abgänger der Oberschule Braunlage erhielten von ihrer Klassenlehrerin Sabine Klemm und Schulleiter Thomas Meyer die langersehnten Abschlusszeugnisse
 

Braunlage. Oberschule entlässt 27 Jugendliche, davon 22 im Realschul-Zweig. Dank der Schüler mit Blumen für die Pädagogen.

Der Entlassungsjahrgang der Oberschule der Klasse 10 R war von männlichen Schülern dominiert. Die Klasse besuchten 16 Jungen und nur sechs Mädchen. Von den Leistungen her kann sich die Entlassungsklasse sehen lassen, denn die Hälfte der 22 Schüler schaffte den erweiterten Realschulabschluss der Sekundarstufe I. Dieser berechtigt zum Besuch eines Gymnasiums oder Fachgymnasiums, was auch einige nutzen wollen.

Zur Wehr setzen

„Die schönste Zeit meines Lebens war die Schulzeit, werdet ihr mal später sagen“, meinte Schulleiter Thomas Meyer, der sich selbst auch zu den Schulentlassenen rechnen kann, da er in Kürze seinen Ruhestand antreten wird. Den Jahrgang beurteilte er so: „Es war nicht immer alles toll, bei manchen blieb einiges zu wünschen übrig, doch ihr habt euch zusammengerissen und noch tolle Leistungen hingelegt“, meinte Meyer. Er teilte die Klasse in zwei Kategorien ein: Die Lauten und Auffallenden und auf der anderen Seite die Stillen, die Leistungen erbracht haben. Ihnen gab er den Ratschlag mit auf dem Weg: „Ihr müsst euch im Leben aber auch einmal zur Wehr setzen.“

Hohe Kreativität

Der Schulleiter riet den Jugendlichen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Allen wünschte er viel Erfolg und Glück für den weiteren Lebensweg. Diese Wünsche hatte auch Ortsvorsteher Albert Baumann parat. „Die Lernerei ist mit euerer Schulentlassung noch lange nicht abgeschlossen, sie geht jetzt weiter, dafür wünscht euch die Stadt Braunlage viel Erfolg“, sagte Baumann.

Glück wünschte auch Elternvertreter Olaf Rüscher. Das Schuljahr nochmals Revue passieren ließen der Schülersprecher Philip Böhme und Klassenlehrerin Sabine Klemm, die dabei viele Dias parat hatte und zeigte. Sie bescheinigte ihren ehemaligen Schülern eine hohe Kreativität.

Für ein besonderes soziales Engagement wurden Gina Miehe, Jakob Vogeley und Peggy Kunath mit Buchpräsenten geehrt. Alicia Brait erhielt für langjährige Zugehörigkeit zum Schulchor von Thomas Westphal die Goldene Stimmgabel. Westphal und sein Chor bereicherten die Abschlussfeier mit so manchem Song.

Neben den Realschülern wurden auch fünf Jungen aus der Hauptschule entlassen. Als Dank an die Lehrer („die das Leid zu ertragen hatten“) überreichten die Schüler Blumen an die Pädagogen.

Quelle:Goslarsche Zeitung Autor: Michael Eggers

 

Braunlage. Wenn Thomas Meyer zum Schuljahresende in den Ruhestand geht, werden bei manchem ein paar Tränen kullern. Der 63-jährige Leiter der Oberschule Braunlage ist beliebt wie kaum ein anderer.

Meier

Er war Jung- und Vertrauenslehrer, stellvertretender Schulleiter und zuletzt stand er ein paar Jahre an der Spitze der Schule. Insgesamt 36 Jahre hat er ununterbrochen im Schulzentrum gearbeitet.

„Braunlage ist meine zweite Heimat“, sagt der Herzberger. Kein Wunder, er hat Generationen von Schülern in der Stadt unterrichtet. „Mittlerweile habe ich viele Kinder, deren Eltern bereits bei mir waren“, sagt er. Interessant sei dabei, dass die Eltern mitunter eine andere Wahrnehmung von ihrer Schulzeit haben, als er. „Ein Vater hat mal zu mir gesagt, ,bei uns herrschte noch Zucht und Ordnung, wir haben gehört‘“, erzählt der Lehrer. Dabei sei dieser Vater als Schüler mindestens einmal die Woche ins Klassenbuch eingetragen worden, weil er ebenfalls Probleme bereitete.

Viel Humor

Meyer hat stets dieses leichte Schmunzeln im Gesicht. Sein Humor ist es denn auch, der ihn bei Lehrern und Schülern gleichermaßen beliebt gemacht hat. Allein mit einem lockeren Spruch hat er es meist geschafft, sich durchzusetzen.

Dabei war der Start alles andere als einfach. Am 25. August 1980 hatte Thomas Meyer seinen ersten Schultag in Braunlage. Zuvor hatte der damals 27-Jährige sein Referendariat an der Gesamtschule in Bad Lauterberg absolviert, in Göttingen studiert und am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium in Herzberg sein Abitur gebaut.

„In Braunlage bekam ich gleich eine neunte Klasse mit 36 Schülern, mit der andere Lehrer vorher Probleme hatten“, erinnert er sich. Wie er das geschafft hat, sich bei diesen Schülern durchzusetzen, weiß er nicht mehr genau. „Die Dinge, die wir während des Studiums zur Konfliktlösung gelernt hatten, habe ich aber selten angewandt“, meint er. Meyer hat sich eher auf seinen gesunden Menschenverstand verlassen, und das mit Erfolg. „Ich erinnere mich noch gern an die Klassenfahrt ins Jugendwaldheim nach Ehrhorn bei Schneverdingen, dabei war ich der einzige Lehrer, der mitgefahren ist. Das wäre heute undenkbar.“

Überhaupt seien zu Beginn seiner Tätigkeit noch mehr Reisen unternommen worden, auch vom Lehrerkollegium. „Ich habe im Winter Skilanglauf-Touren mit den Schülern gemacht“, berichtet er. Diese Sportart stand seinerzeit auch im Sportunterricht auf dem Programm. An Klassenfahrten hat er fast folgerichtig bis zuletzt regelmäßig teilgenommen.

Unternehmenskontakte

Meyer hatte in Braunlage von Karl-Günther Fischer das Fach Arbeit/Wirtschaft übernommen und es weiter ausgebaut. Dabei hat er enge Kontakte zu den Unternehmen in der Region geknüpft.

Der Lehrer hat schon eine Veränderung im Verhalten der Schüler seit Anfang seiner Lehrerzeit festgestellt. Aber das könnten auch subjektive Eindrücke sein, meint er, denn schon Sokrates habe sich vor mehr als 2000 Jahren negativ über die Jugend „von heute“ geäußert. Tatsache sei allerdings, dass „ich mich besser an die Klassen erinnere, die ich zu Anfang meiner Lehrerzeit unterrichtet habe, als an die vor sechs Jahren.“

Oberschule Braunlage
im Wettbewerb "Formel M - Das Auto aus der Mausefalle" erfolgreich

Schüler des Faches "Profil Technik" der Klasse 9 der Schuljahres 2015/16 Oberschule Braunlage konstruierten und bauten im Unterricht Mausefallenautos, kleine Fahrzeuge, die zur Fortbewegung einzig die Energie einer gespannten Mausefalle nutzen und damit möglichst weit fahren sollen.

Erstmalig nahmen vier Teams der Schule an der „Formel M“, einem Wettbewerb der
"Stiftung NiedersachsenMetall", teil, der am 31.5.2016 in der VW-Halle in Braunschweig stattfand.

Dem Wettbewerb ging eine Konstruktions- und Bauphase voran, in der die Schüler unter Anleitung des Fachlehrers Thomas Wernicke stufenweise ihre Ideen als Skizzen zu Papier brachten, Designmuster und Prototypen bauten und vieles über Leichtbau, Getriebe, Lager und Kräfte an technischen Konstruktionen lernten.

Zwei Teams konzentrierten sich beim Bau besonders auf eine kreative Gestaltung der Fahrzeuge, da es neben der Weitenwertung auch jedes Jahr einen Preis für das schönste Fahrzeug gibt.

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Stefan Missal und Vincent Nessig vom Team „Harzer Roller“ brachten gleich einen ganzen Berg ins Rollen – ihr Modell vom Wurmberg war nicht nur detailliert und liebevoll gestaltet, sondern auch so konstruiert, dass es trotz relativ hohem Gewicht mit zwei Metern die Mindestweite von einem Meter deutlich überschritt. Das überzeugte die Jury zur Vergabe des Designpreises.

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Das Team „Rennhexe“ mit Mirco Böhm, Jahn Luca Ruhe und Nils Deppe baute eine rollende Version des Schullogos mit Mausefallenantrieb – eine Harzer Hexe. Dafür erhielten sie einen weiteren Designpreis.

Die beiden anderen Fahrzeuge erreichten hervorragende Weiten, leider blieb der „Braunlager Flitzer“ von Andre Wilke und Maik Schuur nach 35,80 Metern in einer Rille des Hallenbodens hängen und kam so nicht auf die errechnete Weite von 62 Metern. Über die Plätze 8 und 20 von insgesamt 42 gestarteten Teams war die Freude trotzdem groß.

   
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