Ein bisschen vorsichtig sind die Mädchen und Jungen der sechsten Klasse schon. Mit dem Feuerlöscher in der Hand pirschen sich die Oberschüler unter der Aufsicht des erfahrenen Feuerwehrmannes Andreas Klinkert an die Flammen heran. „Und jetzt drücken und dann sprühen“, ruft der Stadtjugendfeuerwehrwart ihnen zu. Für die Jugendlichen einmal ein ganz anderer Unterricht.

„Diese praktischen Übungen haben wir in den vergangenen Wochen im Chemie-Unterricht vorbereitet“, sagt Thomas Wernicke. Der Lehrer ist bekannt für seinen praxisnahen Unterricht. Im vergangenen Jahr beispielsweise hatte er mit Schülern einen kleinen Raketenwagen hergestellt, mit dem sich die Braunlager an dem Wettbewerb „Formel 1 in der Schule“ beteiligten.

Brandbekämpfung und Oxidation

In Chemie beschäftigen sich die Sechstklässler derzeit mit Brandbekämpfung und Oxidation. Für Wernicke stand deshalb fest, dass eine praktische Einheit den Jugendlichen hilft, das Gelernte besser zu behalten. Er sprach deshalb Stadtjugendfeuerwehrwart Klinkert und Ortsjugendfeuerwehrwart Christopher Karnovsky an, die sofort ihre Unterstützung zugesagt hätten.

Mit seinen Kollegen Heike Bothe und Thomas Westphal sowie allen Oberschülern der beiden sechsten Klassen kam Wernicke dann gestern Vormittag ins Feuerwehrhaus, durch das Ortsjugendfeuerwehrwart Karnovsky die jungen Gäste führte. Dabei zeigte er ihnen die Fahrzeuge, erklärte ihnen die Abläufe, nach denen die ehrenamtlichen Helfer in Notfällen ausrücken, und beschrieb ihnen, wie die Atemschutzmasken funktionieren.

Vor dem Feuerwehrhaus brachte Stadtjugendwart Klinkert zusammen mit Jan Vennemann den Schülern die Funktion des Feuerlöschers näher, der unter anderem in vielen öffentlichen Einrichtungen vorhanden ist. Dabei legte Klinkert großen Wert darauf, dass jeder Schüler einmal ausprobiert, wie so ein Feuerlöscher funktioniert. „Das lernt man nur durch praktische Übung“, meinte Klinkert.

Mit Eifer dabei

Weil viele der Kinder mit Eifer bei der Sache waren, nutzten Klinkert, Karnovsky und ihr Kollege Jan Vennemann die Gelegenheit, die Arbeit der Jugendfeuerwehr vorzustellen, die sich unter anderem während der Sommerferien an einem Zeltlager in Elend beteiligt.

Quelle GZ Autor Michael Eggers

   
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