Das Gebläse sorgt für den Beweis. Mit voller Kraft pustet es in die aufgeschnittene PET-Flasche, die sich sofort zu drehen beginnt. Wenig später leuchtet auf dem Handy der Blitzschlag auf, der das Laden symbolisieren soll. Die von Schülern gestaltete Anlage hat es kurz vor den Sommerferien geschafft und produziert mit Windenergie so viel Strom, dass es zum Laden des Smartphones ausreicht.

 

 

Über das Gelingen freuen sich nicht nur die Schüler der neunten Klasse Ziad Aoudi, Hendrik Lohde, Arian Borchers und Max Pillich, die diese kleinen Windkraftanlagen selbst gebaut haben, sondern auch Fachlehrer Thomas Wernicke. Er hat im vergangenen Schuljahr mit den Jugendlichen im Fach Technik die Themenfelder Energie-Wandlungssysteme, regenerative Energien, Elektronik, Planen, Konstruieren und Bauen durchgenommen.

3D-Drucker genutzt

Wernicke legt dabei Wert darauf, dass sich die Schüler nicht nur in der Theorie mit diesen Themen befassen, sondern auch in der Praxis. Deshalb sollten die Jugendlichen zum Abschluss des Schuljahres eine kleine Windanlage bauen. Der Lehrer möchte, dass die Jugendlichen dabei auch selbst testen, was möglich sei und was nicht. Vor allem bei der Nutzung der Gleichstrommotoren für die Tauglichkeit als Generator mussten die Neuntklässler viel probieren.

Dabei konstruierten Aoudi, Hendrik, Arian und Max zunächst noch zusammen mit einigen Mitschülern Riemengetriebe, Generatorhalter und Gehäuse mit einem CAD-Programm. „Einige Teile dafür haben sie übrigens am schuleigenen 3D-Drucker ausgedruckt“, berichtet Wernicke. Die Oberschule gehöre zu den wenigen Schulen Norddeutschlands, die so einen Drucker besitzen.

Bei der Herstellung der kleinen Windkraftanlagen erwies sich als problematisch, eine geregelte Ausgangsspannung bereitzustellen, berichtet der Lehrer weiter. „Nach einigen Tests hatten wir aber die geeigneten Gleichspannungsregler gefunden“, erklärt er. Für die Schüler sei dies eine interessante Erfahrung gewesen. Sie hätten festgestellt, wie leicht es doch ist, mit regenerativen Energien so viel Strom zu produzieren, dass man ein Handy laden könne.

Quelle GZ Autor Eggers

   
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